„Was die Analyse [und die Übertragung] einrichtet, ist folgendes […]: Der Analytiker sagt zu dem, der gleich anfangen wird: Los, sagen Sie irgendetwas, es wird wunderbar sein. Er [der Analysant] ist es, den der Analytiker als Subjekt einsetzt, dem zu wissen unterstellt wird.“
[Den meisten ist nur die genau umgekehrte Formulierung Lacans vertraut: … der Analysant ist es, der den Analytiker…]
(LACAN, Kehrseite der Psychoanalyse, 14.01.1970)
Samstag, 24. Januar 2026
„Ethik (in) der Psychoanalyse – angesichts von Gewalt“
17:15-19:00 Uhr
Arndt Himmelreich & Till Kathmann
Wenn von Psychoanalytikern Gewalt ausgeht (und sie selber zu „Fällen“ werden) oder wenn Gewalt von Analysanten ausgeht (anhand mehrerer Beispiele):
Diskussion mit uns anhand dieser beiden Texte:
1. Dany Nobus (2016): Psychoanalytic Violence: An Essay on Indifference in Ethical Matters.
In: Psychoanalytic Discourse / Le discours psychanalytique, 1(2), S. 1–21
2. Owen Hewitson: Amuse-Bouches I – The Yerodia Case, September 27, 2017
https://www.lacanonline.com/2017/09/amuse-bouches-i-the-yerodia-case/
Ausgehend von zwei Fallbeschreibungen wollen wir Positionen zur „Ethik (in) der Psychoanalyse“ diskutieren:
(a) Yerodia – ein Pariser Psychoanalytiker, der langjähriger Assistent (sowie Ehemann von Gloria) & Fahrer von Lacan bis zu dessen Tod war und der durch eine Radioansprache maßgeblich zum Genozid 1998 an den Tutsi im Kongo beigetragen haben dürfte.
Zu all dem schwieg und schweigt die psychoanalytische Community – abgesehen von Einzelstimmen (Patrick Valas 1998ff). Stattdessen wurde Yerodia ein Jahr später (1999) sogar zum Ehrenmitglied der ECF [École de la Cause Freudienne] ernannt;
(b) Lobo-Fall (Lehranalytiker/Brasilien).
[Ergänzung – Arndt Himmelreich:
„Der Fall Yerodia“:
Yerodia war bis zum Tod Lacans dessen langjähriger Assistent und Fahrer (auch der Ehemann von Lacans Sekretärin & Faktotum Gloria) und hat eine Ausbildung zum Psychoanalytiker in Paris erhalten. Dany Nobus: „I had the pleasure of meeting him in ’93 at 5, rue de Lille. He was a very amicable, hospitable man. Ten years later, he was wanted for genocide.”
Am 27. August 1998 trat er im Radio in Kongo auf, um zu verkünden, dass die Regierung eine Ausgangssperre verhängen müsse, damit die Armee die „Ausrottung und vollständige Vernichtung dieses Ungeziefer“ durchführen könne. Dies löste einen Völkermord an den Tutsi aus, den er lobte und mit der Befreiung des Volkes während der Französischen Revolution verglich. Als Außenminister und später Vizepräsident Kongos konnte er sich aber der belgischen (internationalen) Strafverfolgung entziehen.
In einem Interview (New Yorker 2000) berief er sich für seinen Völkermord ausdrücklich auf Lacan.
Die psychoanalytische Community schwieg nicht nur dazu, sondern ernannte Yerodia am 28. September 1999 sogar zum „Ehrenmitglied“ von Lacans ECF. Die einzige Stimme, die sich gegen all dies erhob, war die von Patrick Valas (1998).
Und noch im Jahr 2006 berichtete Valas, dass Yerodia die Tutsi weiterhin mit Vernichtung bedrohte: „Ihr werdet dasselbe Schicksal erleiden, das Hitler den Juden angetan hat“.]
Wir bitten darum, sich anhand der mitgeschickten Links bzw. des PDFs über die Falldarstellungen zu informieren.
Wie mit Gewalt in der Psychoanalyse umgehen?
Dany Nobus stellt uns vier Antworten vor (leicht lesbar auch bei Owen Hewitson in seinem Blog „Lacan Online“):
1. Die Entwicklung eines neuen, robusteren ethischen Paradigmas für die Psychoanalyse (Derrida/ Major)
2. Die vollständige Entfernung ethischer Überlegungen aus dem psychoanalytischen Diskurs (Allouch)
3. Die grundlegende Neuformulierung des ethischen Diskurses selbst auf psychoanalytischer Grundlage. Alle herkömmlichen Ethiken seien abzulehnen und stattdessen eine Ethik der Treue zum „Ereignis“, zu „singulären Wahrheiten“ zu fordern (Badiou)
4. Eine Ethik der Gleichgültigkeit und Neutralität, die auch bei Freud und Lacan zu finden sei (Nobus).
Bernhard Schwaiger und Antke Tammen
Freitag 13. Februar
bis Sonntag 15. Februar 2026
Itzhak Benyamini (Tel Aviv)
„Der Moses-Komplex bei Freud und Lacan.
Eine zeitgenössische Reflexion”
Moderation: Arndt Himmelreich
Lektüre-Seminar mit Itzhak Benyamini (in Deutsch & Hebräisch mit Dolmetscher) zu seinem Ende 2025 in deutscher Übersetzung erschienenen Buch:
Link: „Der Moses-Komplex bei Freud und Lacan. Eine zeitgenössische Reflexion”
In der „Psychoanalytische Bibliothek Berlin“ (Geisbergstraße 29, 10777 Berlin)
Ankündigung:
Anmeldung: arndt.himmelreich@gmx.de
Prof. Aner Govrin
(Psychoanalytiker & Philosoph)
Bar-Ilan University, Tel Aviv
(Reine Präsenz – Veranstaltung)
Saturday, March 14 th, 2026
10 am till 12.30 pm
„Guilt Survivor and the Ethics of Exploitation after October 7th“
Prof. Aner Govrin (Psychoanalytiker & Philosoph; Bar-Ilan University, Ramat Gan, Bezirk Tel Aviv
Saturday, March 14 th, 2026
12.30 till 1.30 PM: Lunch break – all together in the Gallery – to eat & meet
mit Prof. Aner Govrin
Saturday, March 14 th, 2026
1:30 – 3 pm
„The Craft of the Psychodynamic Case Study“
About the newest book of Aner Govrin:
The Craft of the Psychodynamic Case Study: A Practical Guide (2026, published on Dec. 22, 2025)
A presentation and conversation on his newest book with a focus on its implications for contemporary clinical practice and for writing about trauma and political catastrophe.
„A new book is out: the first comprehensive guide to help clinicians transform their therapy experiences into compelling, meaningful case studies that honor both clinical truth and literary craft.
More than a technical guide, this book revolutionizes how we think about case studies as creative non-fiction, introducing the concept of „responsible creativity“ that empowers clinicians to move beyond formulaic reports.“
Saturday, March 14 th, 2026
3 pm – open end
Film-Aufnahmen (20 min) von Freud & seinem Kreis ab Sommer 1937 in Wien über den 5. Juni 1938 in Paris bis zum Oktober 1938 in London (Filme von Prinzessin Marie Bonaparte, Library of Congress, Washington)
mit Prof. Aner Govrin
Registration Required
Full Day: 30 € | Lecture: 15/10 € | Book Presentation: 15/10 € | Lunch: 15/10 € (or free for “Meet & Talk” only)
- Bio and Publications:
Aner Govrin, Prof., is a psychoanalyst, philosopher and clinical psychologist based in Tel Aviv, Israel. He is the director of the doctoral track, Psychoanalysis and Hermeneutics, at Bar-Ilan University and is a member of Tel Aviv Institute for Contemporary Psychoanalysis(TAICP).
He is author of How Philosophy Changed Psychoanalysis (2024), Ethics and Attachment(2018), Conservative and Radical Perspectives on Psychoanalytic Knowledge: The Fascinated and the Disenchanted (2015), and Conversations with Michael Eigen (2003).
(On April 3, 2026 will be also published by Routledge: Interpretation – A Contemporary Introduction).
He is also editor of The Routledge International Handbook of Psychoanalysis and Philosophy (2024) and Innovations in Psychoanalysis (2019) and series editor of the Routledge Introductions to Contemporary Psychoanalysis book series.
Samstag, 18. April 2026
13.30 Uhr bis 17 Uhr
Geneviève Morel
(Psychoanalytikerin in Paris/Lille)
Gefangene der Äquivokationen
(Reine Präsenz – Veranstaltung)
zuvor von 9-12 Uhr Gruppen-Supervision mit Geneviève Morel
von 12-13.30 Uhr Büfett & Austausch
1) Geneviève Morel am SA 18. April (9 bis ca. 12 Uhr: Gruppen-Supervision durch sie, ca. 12-13.30 Uhr: Büfett für alle zusammen vor Ort, ca. 13.30 bis ca. 17 Uhr: Vortrag & Diskussion):
- Vortrag (mit ausführlicher Diskussion) – in Französisch & Deutsch
Gefangene der Äquivokationen
Ich möchte den Stellenwert untersuchen, den Lacan der äquivoken Deutung beimisst, insofern diese als wirksames Hindernis für die Ausübung von Macht durch den Psychoanalytiker über den Analysanten verstanden werden kann – eine Ausübung von Macht, die Freud seit den Anfängen der Psychoanalyse beschäftigt hat.
Zu diesem Zweck werde ich aufzeigen, wie Lacan die Äquivokation – homophon, logisch oder grammatisch – als wesentlich für die Deutung eingeführt hat. Hierzu werde ich auch ein klinisches Beispiel vorstellen: die Wirkung einer grammatisch äquivoken Deutung in der analytischen Kur einer Zwangsneurose.
- Ihr letztes Buch: „TUEUSES: Du crime au feminin : clinique, faits divers et thrillers“:https://www.editions-eres.com/ouvrage/5307/tueuses
- ihr berühmtes Buch „Das Gesetz der Mutter“ gibt es auf Französisch, Englisch, Spanisch & Deutsch: https://www.turia.at/titel/morel.html
Samstag, 4. Juli 2026
Ganztägig
Präsenzveranstaltung
Lektüre-Seminar
„Die israelische Angst. Psychopolitische Analysen der Ära Netanyahu“ (2024)
Itzhak Benyamini (Tel Aviv)
Lektüre-Seminar mit ihm zu diesem obigen vorletzten Buch von ihm
• Link zur deutschen Übersetzung des Buchs: https://www.passagen.at/gesamtverzeichnis/neu-erschienen/die-israelische-angst/
• die englische Übersetzung – mit noch zusätzlichem Text – erschien am 29. Dezember 2025 bei Routledge:
• Rezension des Buches von Prof. Karl-Josef Pazzini (2024 – RISS 100 – Zeitschrift für Psychoanalyse):
https://zeitschrift.riss-psychoanalyse.de/index.php/riss/article/view/58/310
„Itzhak Benyamini ist 1968 in Tel Aviv geboren, Philosoph, Kultur- und Religionswissenschaftler, Verlagsgründer und -leiter, Hochschullehrer und Poet.“ (Karl-Josef Pazzini, RISS 100)
Dr. Itzhak Benyamini lehrt an der Universität Tel Aviv sowie an der Bezalel-Akademie der Künste in Jerusalem (gegründet 1906), Leiter des Resling-Verlages.
Sunday, July 5th, 2026
11 am till 1 pm
„Traversing BELIEF: LACAN, the unconscious and the desire“
Orit Yushinsky
comparative literature, Hebrew Univ. of Jerusalem
Sunday, July 5th, 2026
15 am till 18 pm
„Psychoanalytic Explorations of the Masculine and the Maternal Uncovering the Image of CIRCUMCISION in FREUD‘s Works“ (Routledge, end of 2024)
Yael Pilowsky Bankirer
Psychoanalytikerin in Cambridge (UK), Editorin des „SITEGEIST journal“ der Psychoanalytiker der „Site for Contemporary Psychoanalysis“:
https://www.psychotherapy-cambridge.com
About her book:
Pilowsky Bankirer uses Freud’s idea of circumcision within a text as a Leitfossil: a key-fossil through which an unresolved unconscious conflict can be traced. She conducts a close reading of Freud’s texts – including Little Hans, The Wolf Man, Totem and Taboo and Moses and Monotheism – to illuminate and uncover the textual unconscious, deconstruct the explicit narrative and open alternative psychoanalytic possibilities inherent to the encounter with the maternal realm.
Throughout the volume, Pilowsky Bankirer informs her analysis by considering the work of Freud in tandem with that of Lacan, Kristeva, Irigaray, Derrida, Benjamin, Butler and more.
Mittwoch, 22. Oktober 2025
Arndt Himmelreich
Zum „Passage à l’acte“ der „jungen Homosexuellen“ Freuds
(„Über die Psychogenese eines Falles von weiblicher Homosexualität“ 1920)
Jean Allouch: Die Fehlbezeichnung „passage à l’acte“.
In: texte. psychoanalyse, ästhetik, kulturkritik, H. 3/ 2001, S. 41–62
Zoom-Vortrag zu dem Aufsatz von Arndt Himmelreich in der „Freud-Lacan-Gesellschaft Berlin“ (FLG) am 22. Oktober 2025:
https://www.freud-lacan-berlin.de/veranstaltung-beitrag/arbeitsgruppe-texte-von-claus-dieter-rath/
[da nicht mehr vorhanden unter: http://sammelpunkt.philo.at/id/eprint/3214/1/09Allouch.pdf]
Vortrag und Aufsatz beziehen sich auch auf Freuds eigenen „Passage à l’acte“ gegenüber der jungen Homosexuellen: Freud – so Allouch, der hier Lacan folgt – habe sie (genauso wie die ‚Freudsche Sache‘ selber – so Lacan) „fallen (ge)lassen“;
außerdem beschreibt der Aufsatz das Dreieck von Sigmund Freud, Lou Andreas-Salomé und Anna Freud (als ebenfalls „junger Homosexuellen“)
SEHR LESENSWERT!
Samstag, 18. Oktober 2025
13.30 Uhr bis 16.45 Uhr
„Eifersucht unter Schwestern“
Geneviève Morel
(Reine Präsenz – Veranstaltung)
zuvor von 9-12 Uhr Gruppen-Supervision mit Geneviève Morel
von 12-13.30 Uhr Büfett & Austausch
© Susanne Rikus, Schwestern, 0.4 x 0.5 m, acrylic on canvas, 2024
Unsere „Lacan-Gruppe in Berlin“ (LaGiB – https://LaGiB.de – seit 1988 – zeitweise auch unter dem Namen „Gruppe Köln-Paris“) lädt wieder herzlich ein zu einer Gruppen-Supervision & einem Vortrag (in deutscher Übersetzung) von Geneviève Morel:
(1) Gruppen-Supervision – geleitet von Geneviève Morel:
Samstag, 9 bis 12 Uhr
(2) Büfett-Empfang (Suppe, Salat, Wein…) & Austausch:
Samstag, ca. 12 Uhr bis ca. 13.30 Uhr
(3) Vortrag von Geneviève Morel:
Samstag, ca. 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (Vortrag & Diskussion)
Nach dem Vortrag & der Diskussion – ab 17 Uhr: Live-Musik & Kunst: Vernissage von Susanne Rikus (open ending)
Ort: „Art Gallery Susanne Rikus“ (https://www.art-gallery-susanne-rikus.com) in den Heckmann Höfen, Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin-Mitte
(Passage links neben der „Neuen Synagoge“, die von der Oranienburger Str. zur Auguststr. führt – am Ende des 1. kleinen Hofes – schräg gegenüber der berühmten „Bonbonmacherei“)
Unkostenbeitrag:
Für die Gruppen-Supervision am Vormittag: 100 € (inklusive anschließendem Büfett & Vortrag – der Preis am Vormittag hängt noch etwas von der Zahl der Anmeldungen ab – der Beitrag dient dazu, Geneviève Morel die Flugkosten und die Kosten in Berlin erstatten zu können)
Für den Vortrag (inklusive Büfett) ein Unkostenbeitrag von 15 € (bzw. 10 € für Studenten etc. / bei Teilnahme ohne Büfett ab ca. 13.30 Uhr)
Anreise (ÖPNV):
Haltestelle „Oranienburger Str.“: S1/ S2/ S25/ S26; Tram M1, M5 [„Oranienburger Tor“: U6]
(die Heckmann Höfe sind nicht weit jeweils vom Bode-Museum/ Museumsinsel, Hackeschen Markt, Friedrichstraße, Hauptbahnhof entfernt)
Begleit-Programm:
Am Samstagnachmittag und -abend Vernissage von Susanne Rikus (mit Musik-Performance & auf Wunsch: Foto-Show zu Sardinien & Hawaii) in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen
Abstract/ Argument zum Vortrag
Geneviève Morel: „Eifersucht unter Schwestern“
Schwestern durch Blut und im Spiegel
Anhand der Analyse zweier Films noirs der 40er bis 60er Jahre werden wir aufzeigen, wie die Verknüpfung von Schwesternschaft und Kindheitstrauma sowie die frühe, aus dem Spiegelstadium stammende Beziehung zum idealen Doppelgänger zu einem verbrecherischen Verlangen führen können.
Diese beiden Filme sind: Was geschah wirklich mit Baby Jane? (What Ever Happened to Baby Jane?) von Robert Aldrich (USA 1962) und Der schwarze Spiegel (The Dark Mirror) von Robert Siodmak (USA 1946).
Schwesterliche Eifersucht
Anschließend werde ich versuchen, die Logik des mörderischen passage à l’acte einer Frau gegenüber einem ihr anvertrauten, behinderten jungen Mann zu entschlüsseln.
Ich deute ihr Gefühl eines unerträglichen Verrats als Folge ihrer kindlichen Eifersucht auf ihre jüngere Schwester, eine Eifersucht, auf der sie beharrte, während sie zugleich deren Bedeutung leugnete.
Diese Verleugnung könnte auf die gewaltsame Seite des Komplexes des Eindringlings [complexe de l’intrusion] verweisen, die Lacan in Die Familie [Les complexes familiaux dans la formation de l’individu] von 1938 beschreibt; es ist, so schreibt er im Kern, die (verwerfende?) Weigerung, das dem Rivalen geltende Interesse anzuerkennen, die den Eifersüchtigen oder die Eifersüchtige zum Äußersten treiben kann.
LINK zur Website von Geneviève Morel:
LINK zum neuesten Buch („Mörderinnen“) von Geneviève Morel:
TUEUSES – Du crime au féminin : clinique, faits divers et thrillers, éditions érès (Erscheinungsdatum: 12. Sept. 2024)
In ihrem Buch verbindet sie 11 klinische Vignetten mit 12 Filmen, über die sie auch bei uns in Berlin bei LaGiB schon sprach oder noch sprechen wird:
Zu dem Film La cérémonie (Biester von Claude Chabrol) am 3. Mai 2025 im Vortrag Vom Wahn zu zweit zum Verbrechen zu zweit – Zu den Filmen Phantom Thread (Der seidene Faden) & Les tueurs de la lune de miel (Honeymoon Killers) am 9. November 2024 in ihrem Vortrag Das sexuelle Verhältnis mittels eines Verbrechens zur Existenz bringen – Zum Film La vérité sur Bébé Donge (Die Wahrheit über unsere Ehe von Henri Decoin) am 19. November 2022 im Vortrag Worte, die töten – Zu den Filmen La fille de Ryan (Ryans Tochter von David Lean) & Les proies (Die Verführtenvon Sofia Coppola) am 20. Mai 2023 im Vortrag Vom Mitleid zum Mord – Zum Film Agent secret (Sabotage von Alfred Hitchcock) am 9. Dezember 2023 im Vortrag Bruder und Schwester (Antigone…) – Zum Film Médée (Medea von Pier Paolo Pasolini) am 30. Oktober 2021 im Vortrag Medea (Euripides, Lacan, Pasolini) & die Klinik des Kindermords – Zum Film Voici le temps des assassins (Der Engel, der ein Teufel war von Julien Duvivier) am 21. Mai 2022 im Vortrag Mütter und Töchter: Mütterliches Über-Ich, Trennung – und wie Sich-Anklammern zum Muttermord führen kann – Zum Film Violette Nozière (Claude Chabrol) am 27. April 2024 in ihrem Vortrag Inzest oder erotomane Wahnvorstellungen? – Außerdem bespricht sie in ihrem Buch noch die Filme River of Grass (Kelly Reichardt), À perdre la raison (À perdre la raison – Unsere Kinder von Joachim Lafosse).
Bio- & Bibliographisches zu Geneviève Morel:
Geneviève Morel ist Psychoanalytikerin in Paris und Lille, Absolventin der École Normale Supérieure (ENS) in Paris, Agrégation in Mathematik, Lizenz in Philosophie, DESS und Doktorat für klinische Psychologie und Psychopathologie, Mitglied von CFAR (Center for Freudian Analysis and Research – London), Chef-Redakteurin der Zeitschrift « Savoirs et clinique » (Savoirs Clinique – érès).
Sie lehrt bei der Assoziation « Savoirs et clinique » (Association pour la formation permanente en psychanalyse) in Paris und Lille, deren Präsidentin sie ist. Sie ist auch Präsidentin des Collège de Psychanalystes d’ALEPH (Association pour l’Étude de la Psychanalyse et de son Histoire – CP Aleph) und co-moderiert (im Rahmen der Psychiatrie-Ausbildung) ein Seminar an der UHSA (Unité Hospitalière Spécialement Aménagée) von Seclin (CHRU – Centre Hospitalier Régional Universitaire von Lille).
Sie ist Autorin von zahlreichen Artikeln und Büchern zur Psychoanalyse, zur Macht der Bilder, zu Suizid und Kriminalität, darunter sind u.a. diese beiden Bücher:
(1) « Ambiguïtés sexuelles. Sexuation et psychose », Anthropos/ Economica (2000).
(2) « La loi de la mère. Essai sur le sinthome sexuel », Anthropos/ Economica (2008).
Das 2. Buch wurde von Anna-Lisa Dieter ins Deutsche übersetzt:
„Das Gesetz der Mutter – Versuch über das sexuelle Sinthom“, Turia + Kant (2017)
- als Verlags-LINK (nur noch als E-Book): https://www.turia.at/titel/morel.php
LINK zu direkt lesbaren Texten in deutscher Sprache von Geneviève Morel:
= Liste von Links zu einer Reihe von Texten in deutscher Sprache von Geneviève Morel und auch ihrem (am 13. März 2018 verstorbenen) Mann, dem Psychoanalytiker Franz Kaltenbeck (der schon ab 1988/ 1989 mit unserer Lacan-Gruppe eng verbunden war – zu Leben & Werk:https://franz-kaltenbeck.fr/de), im Blog „Lacan entziffern“ von Rolf Nemitz
Über eine kurze Rückmeldung/ Anmeldung würden wir uns sehr freuen!
Herzliche Grüße
Arndt Himmelreich, Berlin
(Arndt.Himmelreich@gmx.de; 0173-725 12 41