AKTUELLES

„Was die Analyse [und die Übertragung] einrichtet, ist folgendes […]: Der Analytiker sagt zu dem, der gleich anfangen wird: Los, sagen Sie irgendetwas, es wird wunderbar sein. Er [der Analysant] ist es, den der Analytiker als Subjekt einsetzt, dem zu wissen unterstellt wird.“ [Den meisten ist nur die genau umgekehrte Formulierung Lacans vertraut: … der Analysant ist es, der den Analytiker…] (LACAN, Kehrseite der Psychoanalyse, 14.01.1970)

Samstag, 19. November 2022
(reine Präsenz-Veranstaltung)

"Worte, die töten"
(ein Film-Beispiel & eine klinische Vignette)

Vortrag von & Austausch mit der Psychoanalytikerin Geneviève MOREL aus Paris und Lille & zuvor Gruppen-Supervision mit ihr

Psychotherapeutische Praxis (HPG) Arndt Himmelreich in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen (Berlin-Mitte)

Unsere „Lacan-Gruppe in Berlin“ (LaGiBhttps://LaGiB.de – seit 1988 – zuvor als „Gruppe Köln-Paris“) lädt wie jedes Jahr (außer 2020) wieder herzlich ein zu einer Gruppen-Supervision & einem Vortrag (in deutscher Übersetzung) von Geneviève Morel:

(1)  Gruppen-Supervision – geleitet von Geneviève Morel: Samstag, 9 bis 12 Uhr

(2)  Büfett-Empfang (Suppe, Salat, Wein…) & Austausch: Samstag, ca. 12 Uhr bis ca. 13.30 Uhr

(3)  Vortrag von Geneviève Morel: Samstag, ca. 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (Vortrag & Diskussion)

„Worte, die töten“ (ein Film-Beispiel & eine klinische Vignette)

TEIL 1: Verhöhnte Wahrheit und gebrochenes Versprechen: Bébé (im Film „Die Wahrheit über unsere Ehe“/ „La Vérité sur Bébé Donge“)

Was uns ausgehend von einem Film und einem klinischen Fall beschäftigen wird, ist der radikale Übergang vom Nicht-Ganz [pas-tout] der Wahrheit, entsprechend dem Nicht-Ganz/ Nicht-Alle der Frau, zum ‚passage à l’acte‘, der die Umkehrung dazu darstellt: Im Gegensatz zur Wahrheit hat er nur eine Seite, er löscht das Sprechen aus, bis dahin, den Urheber des Akts zu knebeln, der von der Bühne verschwindet, wie durch das Kasten-Loch [trou] des Souffleurs, sagt Lacan.

In den ‚Films noirs‘ ist die Verbrecherin eine perfekte Lügnerin, wenn Geld ihre Motivation ist, auch wenn die Liebe sie vorübergehend wanken lässt. Das ist der Fall der ‚femmes fatales‘ in Die Lady von Shanghai (The Lady from Shanghai), Die Spur des Falken (The Maltese Falcon), Solange ein Herz schlägt (Mildred Pierce) usw. Und das ist der Fall einer Film-Heldin, über die wir hier im Mai gesprochen haben, Gabrielle in Der Engel, der ein Teufel war (Voici le temps des assassins).

Aber das Verhältnis zur Lüge und zur Wahrheit klingt ganz anders bei den Frauen, die im Namen der Wahrheit der Liebe töten, wie Bébé in Die Wahrheit über unsere Ehe(La Vérité sur Bébé Donge – Henri Decoin, 1952 – nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon).

Bébé ist ein Paradigma einer Beziehung einer Frau zur nicht-ganzen Wahrheit, das heißt einer Wahrheit, die nicht zur Gänze gesagt werden kann. Für sie verläuft die Dimension des Verrats, der verhöhnten Wahrheit, des Unerträglichen vor allem über die Worte. Auch wenn dies nicht ausschließlich bei Frauen auftritt, da es sich um eine Frage der Logik und nicht der Anatomie handelt, denke ich, dass diese Dimension besonders bei ihnen existiert.

TEIL 2: Das Messer-Wort: Inès (eine klinische Vignette)

Inès unterscheidet das „Schimpf-Wort“ [gros mot], das verletzt, von der Beleidigung, die benennt, stigmatisiert und tötet, wie sie sagt. Als sie durch beleidigende Worte getroffen wird, durch stigmatisierende Spitz-Namen, die an die Stelle der erhofften Liebe treten, tun ihr diese „großen Worte“ [grands mots] weh, und in ihrer Unfähigkeit, das rechte Wort zu finden, das sie von diesen verbalen Projektilen trennen könnte, antwortet sie mit dem Messer und tötet ihren Partner.

LINKS (1):

a) zum Film La Vérité sur Bébé Donge (franz.):

Der Film in voller Länge (1952; 2017 restauriert; 115 min; franz.):

https://archive.org/details/la-verite-sur-bebe-donge-henri-decoin-1952-danielle-darrieux-jean-gabin-drame

https://de.frwiki.wiki/wiki/La_V%C3%A9rit%C3%A9_sur_B%C3%A9b%C3%A9_Donge_(film) (Wiki; deutsch)

Bei Youtube kann man beim Zahnrad/ Einstellungen unter „Untertitel“ auf „Automatisch übersetzen -> Deutsch“ klicken:

https://www.youtube.com/watch?v=RuprRho8dG8&ab_channel=filmfra (2 ½ min; franz.)

https://www.youtube.com/watch?v=Uv9onRQFLOE&ab_channel=Entr%C3%A9elibre (3 ½ min; franz.)

https://youtu.be/zgeiuB89xPA (3 min; franz.)

b) Informationen zu dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon:

https://de.frwiki.wiki/wiki/La_V%C3%A9rit%C3%A9_sur_B%C3%A9b%C3%A9_Donge (deutsch)

https://www.maigret.de/docs/article/georges_simenon_die_wahrheit_ueber_bebe_donge(deutsch)

c) Website von Geneviève Morel:

https://www.genevieve-morel-psychanalyste-psychotherapeute-paris-lille.fr/

d) Einladung auf Facebook:

https://www.facebook.com/events/386322663700281

ZEIT: Samstag, 19. November 2022, ab 9 Uhr bzw. ab ca. 12 Uhr/ 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (und im Anschluss: Kunst & Live-Musik – open end)

ORT: Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin-Mitte

Praxis Arndt Himmelreich (NEUE Adresse zur Zeit von Corona) in den Räumen der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen

(Passage links neben der „Neuen Synagoge“, die von der Oranienburger Str. zur Auguststr. führt – am Ende des 1. kleinen Hofes in dem ehemaligen „Fotostudio“ – schräg gegenüber der berühmten „Bonbonmacherei“)

Unkostenbeitrag:

Für die Gruppen-Supervision am Vormittag: 80 bis 100 € (inklusive anschließendes Büfett & Vortrag – der Preis am Vormittag hängt noch etwas von der Zahl der Anmeldungen ab – der Beitrag dient dazu, Geneviève Morel die Flug- und Hotel-Kosten erstatten zu können)

Für den Vortrag (inklusive das Büfett) ein Unkostenbeitrag von 15 € (bzw. ein ermäßigter Satz für Studenten etc. / bei Teilnahme ohne Büfett ab ca. 13.30 Uhr)

Anreise (ÖPNV):

Haltestelle „Oranienburger Str.“: S1/ S2/ S25/ S26; Tram M1, M5 [„Oranienburger Tor“: U6]

(die Heckmann Höfe sind nicht weit jeweils vom Bode-Museum/ Museumsinsel, Hackeschen Markt, Friedrichstr., Hauptbahnhof entfernt)

Begleit-Programm:

Am Samstagnachmittag und -abend Kunst-Ausstellung von Susanne Rikus (mit Musik-Performance & Beamer-Show zu Sardinien & Hawaii) – am selben Ort in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen

LINKS (2):

https://susannerikus.com

https://susannerikus.de

https://art-gallery-susanne-Rikus.com

Bild in dieser Einladung: Susanne Rikus, „Future“, acrylic on canvas, 2022

Bio- & Bibliographisches zu Geneviève MOREL:

Geneviève Morel ist Psychoanalytikerin in Paris und Lille, Absolventin der École Normale Supérieure (ENS) in Paris, Agrégation in Mathematik, Lizenz in Philosophie, DESS und Doktorat für klinische Psychologie und Psychopathologie, Mitglied von CFAR (Center for Freudian Analysis and Research – London), wissenschaftliche Beraterin der Zeitschrift « Savoirs et clinique » (Savoirs Clinique – érès).

Sie lehrt bei der Assoziation « Savoirs et clinique » (Association pour la formation permanente en psychanalyse) in Paris und Lille, deren Präsidentin sie ist.

Sie ist auch Präsidentin des Collège de Psychanalystes d’ALEPH (Association pour l’Étude de la Psychanalyse et de son Histoire – CP Aleph) und co-moderiert (im Rahmen der Psychiatrie-Ausbildung) ein Seminar an der UHSA (Unité Hospitalière Spécialement Aménagée) von Seclin (CHRU – Centre Hospitalier Régional Universitaire von Lille).

Sie ist Autorin von zahlreichen Artikeln und Büchern zur Psychoanalyse, zur Macht der Bilder, zu Suizid und Kriminalität, darunter sind u.a. diese beiden Bücher:

(1) « Ambiguïtés sexuelles. Sexuation et psychose », Anthropos/ Economica (2000).

(2) « La loi de la mère. Essai sur le sinthome sexuel », Anthropos/ Economica (2008).

Das 2. Buch wurde von Anna-Lisa Dieter ins Deutsche übersetzt:

„Das Gesetz der Mutter – Versuch über das sexuelle Sinthom“, Turia + Kant (2017)

LINKS (3):

https://www.turia.at/titel/morel.php

= Link zum Buch „Das Gesetz der Mutter – Versuch über das sexuelle Sinthom“

https://lacan-entziffern.de/?s=Morel

= Liste von Links zu einer Reihe von Texten in deutscher Sprache von Geneviève Morel und auch ihrem (am 13. März 2018 verstorbenen) Mann, dem Psychoanalytiker Franz Kaltenbeck (der schon ab 1988/ 1989 mit unserer Lacan-Gruppe eng verbunden war), im Blog „Lacan entziffern“ von Rolf Nemitz

Über eine kurze Rückmeldung/ Anmeldung würden wir uns sehr freuen!

Herzliche Grüße

Arndt Himmelreich, Berlin

(Arndt.Himmelreich@gmx.de; 0173-725 12 41)

Samstag, 21. Mai 2022

„Mütter und Töchter: Mütterliches Über-Ich, Trennung – und wie Sich-Anklammern zum Muttermord führen kann“

Vortrag von & Austausch mit der Psychoanalytikerin Geneviève MOREL aus Paris und Lille & zuvor Gruppen-Supervision mit ihr

Psychotherapeutische Praxis (HPG) Arndt Himmelreich in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen (Berlin-Mitte)

Unsere „Lacan-Gruppe in Berlin“ (LaGiBhttps://LaGiB.de – seit 1988 – zuvor als „Gruppe Köln-Paris“) lädt wie jedes Jahr (außer 2020) wieder herzlich ein zu einer Gruppen-Supervision & einem Vortrag (in deutscher Übersetzung) von Geneviève Morel:

(1)  Gruppen-Supervision – geleitet von Geneviève Morel: Samstag, 9 bis 12 Uhr

(2)  Büfett-Empfang (Suppe, Salat, Wein…) & Austausch: Samstag, ca. 12 Uhr bis ca. 13.30 Uhr

(3)  Vortrag von Geneviève Morel: Samstag, ca. 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (Vortrag & Diskussion)

„Mütter und Töchter: Mütterliches Über-Ich, Trennung – und wie Sich-Anklammern zum Muttermord führen kann“

(Abstract) Mutter-Tochter-Beziehungen sind oft stürmisch. Zunächst als Tochter, dann eventuell als Mutter, werden viele Frauen diese schwierige Erfahrung gemacht haben. Für Lacan geht dies sogar bis zur Verwüstung/ Verheerung („ravage“ – Jacques Lacan, „L’étourdit“, Autres écrits, Paris, Seuil, 2001, p. 465), da die Tochter von der Mutter das erwartet, was diese ihr „als Frau“ nicht geben kann.

Diese Verstrickung kann zu einem Verbrechen führen, das von einer der beiden oder von beiden begangen wird. Wie wir sehen werden, spielt das Problem der Trennung („séparation“), das bereits im Zusammenhang mit Kindsmorden bzw. Morden am eigenen Kind („infanticides ou filicides“) diskutiert wurde, hier eine Rolle.

(1) Zunächst werden wir einen Film noir untersuchen, der das schädliche Potenzial von Verstrickungen zwischen Mutter und Tochter aufzeigt:

„Voici le temps des assassins“ (Julien Duvivier, 1956 – Dies ist die Zeit der Mörder – deutscher Verleih-Titel: „Der Engel, der ein Teufel war“).

(2) Dann geht es weiter mit einem klinischen Fall, in dem die Unmöglichkeit ihrer Trennung die Tochter in Wahnsinn und Gewalt hat versinken lassen (Nicole).

(3) Schließlich werden wir über ein Beispiel für einen Muttermord nachdenken, bei dem der infantile Zwang zum „Sich-Anklammern“ [„Anklammerungstrieb“] – um einen von Imre Hermann in die Psychoanalyse eingeführten Begriff wieder aufzunehmen – eine besondere Intensität hatte, die zum Verbrechen beitrug.

[Der Film in voller Länge (franz.): https://www.youtube.com/watch?v=VdSD5wWvDXU – Film-Kommentar (dt.): https://der-film-noir.de/v1/node/1255]

[Website von Geneviève Morel: https://www.genevieve-morel-psychanalyste-psychotherapeute-paris-lille.fr/]

ZEIT: Samstag, 21. Mai 2022, ab 9 Uhr bzw. ab ca. 12 Uhr/ 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (und im Anschluss: Kunst & Live-Musik)

ORT: Praxis Arndt Himmelreich (NEUE Adresse zur Zeit von Corona): „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen (Passage links neben der „Neuen Synagoge“, die von der Oranienburger Str. zur Auguststr. führt – am Ende des 1. kleinen Hofes in dem ehemaligen „Fotostudio“ – schräg gegenüber der berühmten „Bonbonmacherei“), Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin – Mitte

Unkostenbeitrag:

Für die Gruppen-Supervision am Vormittag: 75 € (inklusive anschließendes Büfett & Vortrag – der Preis am Vormittag hängt noch etwas von der Zahl der Anmeldungen ab – der Beitrag dient dazu, Geneviève Morel die Flug- und Hotel-Kosten erstatten zu können)

Für den Vortrag (inklusive das Büfett) ein Unkostenbeitrag von 15 € (bzw. ein ermäßigter Satz für Studenten etc. / bei Teilnahme ohne Büfett ab ca. 13.30 Uhr)

Anreise:

Haltestelle „Oranienburger Str.“: S1/ S2/ S25/ S26; Tram M1, M5 [„Oranienburger Tor“: U6]

(die Heckmann Höfe sind nicht weit jeweils vom Bode-Museum/ Museumsinsel, Hackeschen Markt, Friedrichstr., Hauptbahnhof entfernt)

Begleit-Programm:

Am Samstagnachmittag und -abend Kunst-Ausstellung von Susanne Rikus (mit Musik-Performance & Beamer-Show zu Sardinien & Hawaii, Neapel & Pompeji, vielleicht auch zu Kreta) – am selben Ort in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen

https://susannerikus.com & https://susannerikus.de & https://art-gallery-susanne-Rikus.com

Bild hier oben: Susanne Rikus, woman inside out, acrylic on canvas, 2022

Bio- & Bibliographisches zu Geneviève Morel:

Geneviève Morel ist Psychoanalytikerin in Paris und Lille, Studium an der École Normale Supérieure (ENS) in Paris, Aggregation/ Universitätsdozentin in Mathematik, Doktor in Klinischer Psychologie und Psychopathologie, Chefredakteurin der Zeitschrift « Savoirs et clinique » (Savoirs Clinique – érès).

Sie lehrt bei der Assoziation « Savoirs et clinique » in Lille und Paris, deren Präsidentin sie ist – wie auch vom Collège de Psychanalystes d’ALEPH (CP Aleph) – und sie co-moderiert (im Rahmen der Psychiatrie-Ausbildung) ein Seminar an der UHSA (Unité Hospitalière Spécialement Aménagée) von Seclin (CHRU – Centre Hospitalier Régional Universitaire von Lille).

Sie ist Autorin von zahlreichen Artikeln und Büchern zur Psychoanalyse, zur Macht der Bilder, zu Suizid und Kriminalität, darunter sind u.a. diese beiden Bücher:

(1) « Ambiguïtés sexuelles. Sexuation et psychose », Anthropos/ Economica (2000).
(2) « La loi de la mère. Essai sur le sinthome sexuel », Anthropos/ Economica (2008).

Das 2. Buch wurde von Anna-Lisa Dieter ins Deutsche übersetzt:

„Das Gesetz der Mutter – Versuch über das sexuelle Sinthom“, Turia + Kant (2017): https://www.turia.at/titel/morel.php

Liste von Links zu einer Reihe von Texten in deutscher Sprache von Geneviève Morel und auch ihrem (am 13. März 2018 verstorbenen) Mann, dem Psychoanalytiker Franz Kaltenbeck (der schon ab 1988/ 1989 mit unserer Lacan-Gruppe eng verbunden war), im Blog „Lacan entziffern“ von Rolf Nemitz:

https://lacan-entziffern.de/?s=Morel

Über eine kurze Rückmeldung/ Anmeldung würden wir uns sehr freuen!

Herzliche Grüße

Arndt Himmelreich, Berlin

(Arndt.Himmelreich@gmx.de; 0173-725 12 41)

Samstag, 30. Oktober 2021:

„Medea (Euripides, Lacan, Pasolini) & die Klinik des Kindermords“

ORT GEÄNDERT (für den bestmöglichen Schutz in Zeiten von Corona):

Psychotherapeutische Praxis (HPG) Arndt Himmelreich in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen (Berlin-Mitte)

Samstag, 30. Oktober 2021: „Medea (Euripides, Lacan, Pasolini) & die Klinik des Kindermords“ = Vortrag der Psychoanalytikerin Geneviève Morel (Paris & Lille) – (zuvor Gruppen-Supervision mit ihr)

Unsere „LaGiB – Lacan-Gruppe in Berlin“ (https://LaGiB.de – seit 1988 – zuvor als „Gruppe Köln-Paris“) lädt wieder einmal herzlich ein zu einer Gruppen-Supervision & einem Vortrag (in deutscher Übersetzung) von Geneviève Morel

(1) Gruppen-Supervision – geleitet von Geneviève Morel:

Samstag, 9 bis 12 Uhr (bitte rechtzeitig anmelden!)

(2) Büfett-Empfang (Suppe, Salat, Wein…) & Austausch:

Samstag, ca. 12 Uhr bis ca. 13.30 Uhr (auch in der Galerie)

(3) Vortrag von Geneviève Morel:

Samstag, ca. 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr (Vortrag & Diskussion)

„Medea (Euripides, Lacan, Pasolini) und die Klinik des Kindermords“

Einige klinische Fälle von Müttern, die ihre Kinder ermordet haben, im Lichte der Lektüre von „Medea“ (Euripides, Lacan, Pasolini)

LINKS:

(1) Link zu LaGiB bei Facebook:

https://www.facebook.com/groups/172948026048796

(2) Link zu dieser & unseren früheren Veranstaltungen (insbesondere) mit Geneviève Morel und ihrem (am 13. März 2018 verstorbenen) Mann, dem Psychoanalytiker Franz Kaltenbeck (der schon ab 1988/ 1989 mit unserer Lacan-Gruppe eng verbunden war):

https://lagib.de/?page_id=8

(3) Liste von Links zu einer Reihe von ins Deutsche übersetzten Texten von Geneviève Morel im Blog „Lacan entziffern“ von Rolf Nemitz.

https://lacan-entziffern.de/?s=Morel

UNKOSTENBEITRAG:

Für die Gruppen-Supervision am Vormittag: 70 € (inklusive anschließendes Büfett & Vortrag – der Preis am Vormittag hängt noch etwas von der Zahl der Anmeldungen ab – der Beitrag dient dazu, ihr die Flug- und Hotel-Kosten erstatten zu können)

Für den Vortrag (inklusive Büfett) ein Unkostenbeitrag von 15 € (bzw. ein ermäßigter Satz für Studenten etc. / ermäßigter Satz auch bei Teilnahme ohne Büfett ab ca. 13.30 Uhr)

ZEIT:

Samstag, 30. Oktober 2021, ab 9 Uhr bzw. ab 12 Uhr/ 13.30 Uhr bis ca. 16.45 Uhr

ORT (NEUE Adresse zu Zeiten von Corona):

Psychotherapeutische Praxis (HPG) Arndt Himmelreich: in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen

(Passage links neben der „Neuen Synagoge“, die von der Oranienburger Str. zur Auguststr. führt – am Ende des 1. kleinen Hofes in dem ehemaligen „Fotostudio“ – schräg gegenüber der berühmten „Bonbonmacherei“)

Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin-Mitte

ANREISE:

S1 „Oranienburger Str“; Tram M5 (nur ein paar Stationen ab Hauptbahnhof), S2, S25, M1, M6

BEGLEIT-PROGRAMM:

Am Samstagnachmittag/-abend KUNST-Ausstellung

(mit Musik-Performance & Beamer-Show zu Sardinien & Hawaii, Neapel & Pompeji – auf Wunsch auch zu Südafrika) – am selben Ort in der „Art Gallery Susanne Rikus“ in den Heckmann Höfen

https://susannerikus.com & https://susannerikus.de & https://art-gallery-susanne-Rikus.com

BILD IN DER EINLADUNG:

Susanne Rikus, Women in Transition, acrylic on canvas, Sardinia 2017

BIOGRAPHISCHES:

Geneviève Morel ist Psychoanalytikerin in Paris & Lille, Studium an der École Normale Supérieure (ENS) in Paris, Aggregation/ Universitätsdozentin in Mathematik, Doktor in Klinischer Psychologie und Psychopathologie, Chefredakteurin der Zeitschrift « Savoirs et clinique » (Savoirs Clinique — érès).

Sie lehrt bei der Assoziation « Savoirs et clinique » in Lille & Paris, deren Präsidentin sie ist – wie auch vom Collège de Psychanalystes d’ALEPH (CP Aleph) – und sie co-moderiert (im Rahmen der Psychiatrie-Ausbildung) ein Seminar an der UHSA (Unité Hospitalière Spécialement Aménagée) von Seclin (CHRU – Centre Hospitalier Régional Universitaire von Lille).

Sie ist Autorin von zahlreichen Artikeln und Büchern zur Psychoanalyse, zur Macht der Bilder, zu Suizid und Kriminalität, darunter sind u.a. diese beiden Bücher:

(1) « Ambiguïtés sexuelles. Sexuation et psychose », Anthropos/ Economica (2000).

(2) « La loi de la mère. Essai sur le sinthome sexuel », Anthropos/ Economica (2008).

Das 2. Buch wurde von Anna-Lisa Dieter ins Deutsche übersetzt:

„DAS GESETZ DER MUTTER – Versuch über das sexuelle SINTHOM“, Turia + Kant (2017).

Rolf Nemitz ist habilitierter Erziehungswissenschaftler und betreibt seit dem 24. Dezember 2010 den Blog „Lacan entziffern“, die umfangreichste Website zu Lacan in deutscher Sprache:

https://lacan-entziffern.de

Er arbeitete an der Freien Universität Berlin sowie an den Universitäten Luleå (Schweden), Innsbruck, Frankfurt am Main, Dresden, Erfurt und Marburg.

Über eine kurze Rückmeldung/ Anmeldung würden wir uns sehr freuen!

(Mobil: 0173-725 12 41 oder info@lagib.de)

Herzliche Grüße

Arndt Himmelreich, Berlin Arndt.Himmelreich@gmx.de)

Einladung bei Facebook:

„Wenn ich nun jene besondere Art psychischer Erschütterung, die für die Analyse spezifisch ist, fassen will, wenn ich mich bemühe, ihren besonderen Charakter so allgemein und doch so genau als möglich zu bestimmen, so stellt sie sich mir im Wesen der Überraschung dar […] in der Überraschung äußert sich das Sträuben gegen den Anspruch, etwas Altbekanntes, das unbewusst geworden ist, anzuerkennen.“  (Reik, 1935, S. 52f.)  

LaGiB: Vortrag & Austausch mit der Psychoanalytikerin Geneviève Morel aus Paris und Lille & zuvor klinische Gruppe

https://lagib.de/LaGIB_-_Lacan_Gruppe_in_Berlin/Aktuelles/Eintrage/2019/5/18_LaGiB__Vortrage_%26_Austausch_mit_den_Psychoanalytikern_Genevieve_Morel_und_Franz_Kaltenbeck_aus_Paris_und_Lille_%26_zuvor_Supervisions-Gruppe_mit_Franz_Kaltenbeck_2.html

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Sat, 18 May 2019 09:00:30 +0200

EINE PRAXIS DES GESCHWÄTZ 

„Was ich Ihnen zu sagen habe, ich werde es Ihnen sagen, ist, dass die Psychoanalyse seriös genommen werden soll, auch wenn sie keine Wissenschaft sei. Denn das Ärgerliche, das hat ein so genannter Karl Popper in Überfülle gezeigt, ist, dass sie keine Wissenschaft ist, weil sie unwiderlegbar ist. Sie ist eine Praxis, eine Praxis, die dauert solange sie dauern möge, sie ist eine Praxis des Geschwätz. Kein Geschwätz entbehrt Risiken. Schon das Wort Geschwätz impliziert etwas. Was es impliziert ist genügend gesagt durch das Wort Geschwätz, was heißt, es gibt nicht mehr als Phrasen, das heißt, was sich „les propositions“ nennt, impliziert Konsequenzen, die Wörter auch. Das Geschwätz hebt das Wort in den Rang von Sabbern oder Speicheltröpfchen, es reduziert es auf das Glück des Spritzers, der daraus folgt. Gut. “  (Lacan, Seminar XXV – Der Moment des Schließens,
Eine Praxis des Geschwätz, 
15. November 1977 )

 

LaGiB: Vortrag & Austausch mit der Psychoanalytikerin Geneviève Morel aus Paris und Lille &

LaGiB: „Psychoanalytic Controversies“ Vortrag und Austausch mit dem Psychoanalytiker Aner Govrin (Tel Aviv)

https://lagib.de/LaGIB_-_Lacan_Gruppe_in_Berlin/Aktuelles/Eintrage/2018/11/9_LaGiB__Psychoanalytic_Controversies_Vortrag_und_Austausch_mit_dem_Psychoanalytiker_Aner_Govrin_%28Tel_Aviv%29.html

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Fri, 9 Nov 2018 18:00:49 +0100

 

LaGiB: „How we make moral judgments: The Israel-Palestine case“ Vortrag und Austausch mit dem Psychoanalytiker Aner Govrin (Tel Aviv).

https://lagib.de/LaGIB_-_Lacan_Gruppe_in_Berlin/Aktuelles/Eintrage/2017/11/11_LaGiB__How_we_make_moral_judgments__The_Israel-Palestine_case_Vortrag_und_Austausch_mit_dem_Psychoanalytiker_Aner_Govrin.html

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Sat, 11 Nov 2017 14:30:06 +0100

 

 

LaGiB: “New perspectives on psychoanalytic knowledge“ – Vortrag und Austausch mit dem Psychoanalytiker  Aner Govrin

https://lagib.de/LaGIB_-_Lacan_Gruppe_in_Berlin/Aktuelles/Eintrage/2016/9/16_LaGiB__Austausch_und_Diskussion_mit_dem_Kulturwissenschaftler_Aner_Govrin.html

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Fri, 16 Sep 2016 18:00:56 +0200